Was wissen wir über Vollkorn?

Vollkorn ist gesund! Es enthält viel mehr Vitamine und Mineralstoffe, als herkömmliche verarbeitete Getreideprodukte. Außerdem soll Vollkorn wegen seines hohen Ballaststoffgehaltes gut für die Verdauung sein.

Aber ist Vollkorn eigentlich wirklich so gesund wie alle immer sagen? Wir möchten das Thema Vollkorn heute einmal kontrovers beleuchten. Schauen wir uns das Ganze dazu näher an.

Welche Bestandteile hat ein Getreidekorn?

Getreidekörner sind Samen von Pflanzen der Rasse Gras. Dazu zählen: Weizen, Hafer, Roggen, Hirse, Mais, Reis, Gerste und Dinkel.

Ein genauerer Blick auf den Aufbau eines Getreidekorns hilft beim Verständnis. Die Samenschale und die äußerste Schicht des Getreides sind sozusagen ihr Schutzschild. Sie halten Bakterien und Insekten ab. Der Teil des Samens, der dann in eine neue Pflanze übergeht, nennt sich Keimling. Hier ist die Fortpflanzungsinformation der Pflanze gespeichert. Und dann gibt es noch den Mehlkörper oder Endosperm, der aus hauptsächlich Stärke und Proteinen besteht und der die Energie für das Pflanzenwachstum liefert.

Verarbeitetes Getreide

Wird durch einen maschinellen Verarbeitungsprozess die äußere Schicht und der Keimling entfernt und damit auch die Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien, die in diesen Schichten sitzen, bleibt nur der Mehlkörper übrig. Also nur kalorische Energie.

Aus diesem verarbeiteten Getreide wird jetzt Brot, Mehl, Müsli und so weiter hergestellt. Hinzu kommt, dass alles Wasser aus den Stoffen gezogen wird, wodurch sich die Kalorien weiter verdichten. Da verarbeitetes Getreide kaum noch Ballaststoffe enthält, ist es für unseren Organismus noch leichter, diese Kalorien aufzunehmen. Außerdem enthalten die verarbeiteten Getreide kein Protein mehr, welches ein wichtiges Sättigungsmittel ist. Man verzehrt also tendenziell mehr davon. Infolgedessen kommt es beständig zu hohen Insulinspiegeln im Blut mit nachfolgenden Heißhungerattacken, sobald der Blutzuckerspiegel wieder abfällt. Dem folgt die Fetteinlagerung, da der Körper das Überangebot an Kohlenhydraten nicht in den Muskeln speichern kann.

Alles gut bei 100 % Vollkorn Produkten?

Da das volle Korn immer noch Faserstoffe/Ballaststoffe enthält, schreibt man ihm häufig einen niedrigeren Anstieg an Glukose (Kohlenhydrate) im Blut zu, als bei verarbeiteten Körnern. Damit gehört Vollkorn zu den komplexen Kohlenhydraten, die auch gern als „gute Kohlehydrate“ bezeichnet werden. Das ist natürlich positiv.

Dafür beschert uns das Vollkorn Produkt leider ein anderes Problem:

Alle Getreidekörner enthalten natürliche pflanzliche Toxine. Mit diesen schützt sich die Pflanze gegen ihre natürlichen Feinde. Sie sitzen meist in der Schale, die ja das Vollkornprodukt ausmacht. Die Symptome, die diese Toxine bei uns auslösen können, zählen zu den klassischen Autoimmun-Reaktionen: Allergien, Arthritis, Asthma etc., gerne begleitet von Müdigkeit.

Obst und Gemüse sind die Sieger!

Vergleicht man den Nährstoffgehalt von Vollkorn mit Gemüse und Obst, hat selbst Vollkorn bei Weitem keine Chance! Getreide ist lange nicht so nährstoffreich wie Gemüse und Obst. Und umso mehr Getreide-Sattmacher auf Deinem Teller liegen, umso weniger Platz bleibt für Gemüse oder Fleisch und Fisch. Auch der Faserstoff/Ballaststoffgehalt ist bei Vollkorn deutlich niedriger, als bei Gemüse und Obst. Zum Vergleich: 2 Scheiben Vollkornbrot enthalten 3,4 Gramm Ballaststoffe, 1 Handvoll Blaubeeren enthalten 7,6 Gramm Ballaststoffe. Hättest Du das gedacht?

Fazit

Steht also jede Menge Vollkorn auf Deinem Speiseplan, raten wir, stattdessen lieber Gemüse und Obst zu Deinem Spitzenreiter zu erklären.

Wenn dich das Thema gesunde Ernährung interessiert, dann lies dazu gerne auch noch unseren Artikel mit Tipps für eine ausgewogene Ernährung.