Besenreiser: Ursachen, Vorbeugung, Entfernung

Besenreiser – ein seltsames Wort! Der Begriff beschreibt die Erweiterungen winziger Hautvenen, die sich wie kleine rötliche oder bläuliche Netze auf der Haut bemerkbar machen. Oft entdecken wir sie an den Oberschenkeln oder den Innenseiten der Waden. Sie tauchen aber auch in den Kniekehlen oder an den Knöcheln auf. Doch woher kommt das Phänomen? Besenreiser bilden sich, wenn das Bindegewebe der Venenwand schwächer wird und ausleiert. Ihren sprechenden Namen haben sie aufgrund ihres Aussehens, denn bei genauerem Blick sehen sie wie die Borsten eines Reisigbesens aus.

Besenreiser: Was sind typische Risikofaktoren?

Wer ist besonders von dem Phänomen betroffen? Erst einmal spielt das Alter eine Rolle, ältere Frauen leiden eher an Besenreisern als jüngere. Eine familiäre Veranlagung kann ebenfalls eine Rolle spielen. Weitere Risikofaktoren, die Du beeinflussen kannst, sind vor allem:

  1. Bewegungsmangel (zu viel sitzen, zu wenig Sport)
  2. Alkohol und Rauchen
  3. Bluthochdruck
  4. Übergewicht
  5. Hormonelle Verhütungsmittel (Pille)

Vorbeugen ist alles: Was Du gegen Besenreiser tun kannst

Du bist ein aktiver Typ und bewegst Dich gern und viel? Glückwunsch – dann bist Du auf dem richtigen Weg, Besenreiser zu verhindern. Denn ein gesunder und aktiver Lebensstil ist die beste Vorsorge. Perfekt ist ein ausgewogenes Sport- und Bewegungsprogramm, in das Du Sportarten wie Walken, Joggen, Yoga oder stramme Spaziergänge integrierst. Auf Alkohol und Nikotin solltest Du möglichst verzichten. Wenn Du viel sitzt, zum Beispiel aus beruflichen Gründen, kannst Du Deine Beinvenen gut mit Kompressionsstrümpfen entlasten. Und gönn Dir ab und zu eine heiß-kalte Wechseldusche – die tut gut und gibt ein kräftigendes Gefühl.

Besenreiser entfernen: Diese Methoden gibt es

Wenn die ganze Vorsorge nichts hilft und Dich die Hautveränderungen kosmetisch stören, gibt es mehrere Möglichkeiten, Besenreiser entfernen zu lassen. Die Behandlung übernimmt der Hautarzt. Im ersten Schritt wird dabei per Ultraschall überprüft ob eine Erkrankung der tieferliegenden Venen vorliegt. Kann der Arzt das ausschließen, ist die sogenannte Skolierung die wohl am häufigsten genutzte Methode um Besenreiser zu entfernen. Dabei wird ein flüssiges Mittel in die winzigen Venen gespritzt, um sie zu veröden. So verkleben die Wände der Venen und werden nicht mehr durchblutet. Der Körper baut die kleinen Venen ab und nach ein paar Wochen sind sie meist nicht mehr sichtbar. Denselben Effekt hat eine Behandlung mit Mikroschaum.

Eine Alternative dazu ist die Lasertherapie. Der Arzt behandelt hier die erweiterten kleinen Venen, in dem er gebündelte Lichtenergie auf sie richtet und sie so verödet. Nachteil dieser Methode: In manchen Fällen kann es an den behandelten Stellen zu Pigmentverfärbungen kommen. Außerdem muss der Arzt die Laserbehandlung oft mehrfach wiederholen, um einen optimalen Erfolg zu erzielen. Da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt, übernehmen die Krankenkassen das Entfernen von Besenreisern oft nicht. Lass Dich von Deinem Hautarzt beraten, welche Methode die Richtige für Dich ist und kläre vorher mit Deiner Krankenkasse ab, ob Dir die Kosten für die Behandlung erstattet werden.