Wir haben in letzter Zeit viel zum Thema Glück recherchiert. In jeder Lebensphase streben wir alle nach Glück, doch irgendwie erhält diese Suche in den Wechseljahren eine besondere Relevanz. Eine glückliche Stimmung macht sich in dieser Lebensphase oft rar auch ausgelöst durch sich verändernde Lebensumstände, gepaart mit den Begleiterscheinungen der Hormonumstellung in der Menopause. Alles kostet mehr Kraft, die beschwingte Leichtigkeit und die so geliebten Momente des intensiven Glücks lassen auf sich warten. Ein bisschen Trauer um die verlorene Jugend mag auch dazu kommen.

Wie sehr helfen uns in der berühmten Lebensmitte dann die vielen Formeln für Glück, von denen wir lesen? Das mimeno Team hat einen kleinen Selbstversuch gestartet und zwei Wochen lang folgende erfolgsversprechenden Glücks-Ratschläge ausprobiert:

  • Innehalten, bewusst den Moment betrachten und sich auf die Sinne konzentrieren: wie duftet mein Kaffee, rauschen die Blätter, spüre ich die Sonne auf meiner Haut? Ein paar Minuten Achtsamkeit jeden Tag.
  • Jeden Abend drei Dinge notieren, die an dem Tag positiv waren und sich diese dankbar bewusst machen. So reflektiert man den Tag aus einer neuen Perspektive.
  • Sich selbst weniger wichtig nehmen – je weniger wichtig ich mich nehme, desto glücklicher bin ich.
  • Eine Freundin zum Kaffee treffen: mal wieder ganz bewusst die Menschen sehen, bei denen ich mich wohl fühle, mich nicht anstrengen muss und mit denen ich das Zusammensein genieße.
  • Zeit für mich selbst nehmen: meditieren, laufen oder spazieren gehen, Yoga oder Zumba, was immer zu mir passt.

In diesen Wochen haben wir gemerkt: es kommt gar nicht so sehr auf die Momente des euphorischen Glücks an. Was unserer Seele und unserem Körper so gut tut, ist vielmehr eine heitere Grundstimmung. Erreicht man diese, lassen sich viele Dinge in unserem Alltag mit mehr Gelassenheit, vielleicht auch mit Gleichmut regeln und werfen uns nicht gleich so aus der Bahn.

Um es vorweg zu nehmen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, hat bei uns allen nicht so recht funktioniert. Obwohl es sicherlich ein erstrebenswerter Zustand wäre. Aber vielleicht sind wir alle zu sehr Kinder unserer Zeit, in der unser Ego zu sehr in den Mittelpunkt gerückt wird, um das erreichen zu können (zumindest nicht während unseres kleinen Selbsttests).

Den Wunsch des Innehaltens und der bewussten Betrachtung des Moments im Alltag klingt wunderbar und erstrebenswert und kann sicherlich auch von erfahrenen Schülern der Achtsamkeitslehre umgesetzt werden. Wir waren dafür ehrlich gesagt zu „hibbelig“ und in unserem Büroalltag gefangen. Uns fehlte einfach der Moment, um sich auf Kaffeeduft und Sonnenwärme zu konzentrieren. Aber wir geben nicht auf, sondern probieren unser „Glück“ weiter!

Etwas Erfolg hatten wir aber doch: der Lunch mit einer Freundin und die bewusst eingeplante Zeit für Yoga und Meditation haben uns allen eine Art von positiver Ruhe gegeben. Und auch das Notieren der positiven Erlebnisse des Tages vor dem Schlafengehen (Yoga, Meditation und Lunch) haben einen Moment der dankbaren Reflektion geschaffen und den Tag wohlig abgerundet. Meistens wenigstens. Dieses Streben nach der positiven Grundstimmung hatte natürlich nicht jeden Tag Erfolg. Aber wir hatten den Eindruck, dass die Mischung aus sozialen Kontakten und bewusst genutzter Zeit für unseren Körper und Geist uns dem kleinen Glück ein Stückchen näher bringt. Wir bleiben dran sind gespannt, wie es sich dann an grauen November Tagen anfühlt.

Euer mimeno Team