Hitzewallungen und Nachtschweiß sind typische Symptome in den Wechseljahren, unter denen etwa 75% der Frauen in dieser Lebensphase leiden. Viele der Betroffenen suchen nach der für sie passenden Therapie. Wir möchten Dich heute auf Akupunktur als eine mögliche Behandlungsform aufmerksam machen.

Inwieweit Akupunktur erfolgreich Hitzewallungen und Co. zu lindern vermag, wird in zahlreichen Studien untersucht. Als besonders aussagekräftig fiel uns eine Studie aus den USA auf, deren Ergebnisse im Jahr 2016 veröffentlicht wurden1. An der Studie nahmen 209 Frauen teil. Sie befanden sich entweder in der Perimenopause (Zeitraum etwa 1-2 Jahre vor und 1 Jahr nach der letzten Periode) oder in der Postmenopause (Zeitraum, der sich der Perimenopause anschließt). Die Frauen konnten je nach Bedarf innerhalb von 6 Monaten 20 Akupunkturbehandlungen wahrnehmen. Hitzewallungen und Nachtschweiß gingen bei rund einem Drittel der Studienteilnehmerinnen zurück, und das zum Teil sogar nachhaltig. Etwa 30% der Frauen, die eine Linderung verspürten, berichteten auch 6 Monate nach Abschluss der Therapie noch von verringerten Beschwerden.

Weitere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen

Es gibt weitere Studien, die zu ähnlichen Ergebnissen gelangen. Beispielsweise werden in einer Meta-Analyse2 die Ergebnisse von 12 Studien mit insgesamt 869 Studienteilnehmerinnen analysiert. Dabei wurden die Frauen neben der traditionellen chinesischen Akupunktur zum Beispiel auch mit Akupressur, Elektro-Akupunktur, Laser-Akupunktur und Ohr-Akupunktur behandelt. Ferner gab es eine Kontrollgruppe, die gar keine Behandlung erhielt.

Nach 12 Monaten konnte bei der behandelten Gruppe (im Verhältnis zur Kontrollgruppe) ein Rückgang der Beschwerden um 29,3% verzeichnet werden. Auch hier war der Behandlungserfolg vielfach nachhaltig, zumindest für die 6 auf die Behandlung folgenden Monate.

Unser Tipp

Teste Akupunktur für Dich und achte bitte bei der Auswahl des behandelnden Therapeuten auf dessen Qualifikation als ausgebildeter TCM Therapeut. Eine Auswahl findest Du unter anderem hier.

Quellen

  1. N.E. Avis u.a., Menopause, 2016, 23 (6), 626-637
  2. HY. Chiu u.a., Menopause, 2015, 22 (2), 234-244