Osteoporose – wenn die Knochen spröde werden

Osteoporose ist eine schleichende Krankheit, die ihren Anfang oft in den Wechseljahren nimmt. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff genau? Unter Osteoporose versteht man die Abnahme der Knochenmasse, die zu einer erhöhten Gefahr für Knochenbrüche führt. Die gute Nachricht: Du kannst heute schon täglich etwas dagegen tun, um der Krankheit entweder vorzubeugen oder ihr Fortschreiten zu verhindern.

Osteoporose vorbeugen: Bewegung ist wichtig

Warum sind unsere Knochen überhaupt in Gefahr spröde zu werden? Der Grund: Unsere Knochen sind in einer Art „Leichtbauweise“ aufgebaut. Das heißt, sie sind mehr oder weniger hohl und gleichen in ihrer Struktur einem Schwamm. Das hat für uns Menschen Vorteile. Denn je leichter das Skelett ist, umso energiesparender können wir uns bewegen.

Jedoch sind unsere Knochen keine immer gleich bleibende Masse aus Kalzium, sondern verändern sich dynamisch im Laufe unseres Lebens. Ein Beispiel: Wenn Du regelmäßig jahrelang Tennis spielst, wirst Du eine dichtere Knochenstruktur in Deinem Schlagarm haben. Das heißt Zug- und Druckbelastungen haben einen Einfluss auf die Knochendichte. Deshalb ist Bewegung auch ein wichtiges Element bei der Osteoporose Prophylaxe bzw. Behandlung.

Osteoporose Therapie und Vorbeugung: Die Ernährung hat einen großen Einfluss

Bewegung ist also wichtig. Sie hilft allerdings nur, wenn die Bausubstanz der Knochen  ausreichend stark und qualitativ gut ist. Durch Deine Ernährung kannst Du einen wesentlichen Einfluss auf Deine Knochendichte nehmen.

Kalzium ist wichtig für die Knochen. Die Meinungen gehen auseinander, welche Lebensmittel die besten Kalzium-Lieferanten sind. Gerade bei Milchprodukten hören wir sehr unterschiedliche Empfehlungen. Das geht von „Milchprodukte tun den Knochen gut“ bis zu: „Hände weg von Milchprodukten“!

Was interessant ist:  Milch gilt im Säure-Basen-Haushalt als saures Lebensmittel. Das Problem dabei, unser Körper muss diese Säuren puffern. Und wie macht er das? Er greift auf Kalziumbikarbonat zurück, eine Grundsubstanz unserer Knochen. Unser Körper löst also das Kalzium zum Puffern der sauren Milchprodukte an dieser Stelle aus. Und das ist nicht gut für die Knochensubstanz. Und wie so oft: auf eine gute Mischung kommt es an! Wenn wir darauf achten, uns insgesamt in einem ausgewogenen Säure-Basen Verhältnis zu ernähren, tun wir uns etwas Gutes! Und dann sind Milchprodukte als Ergänzung gute Kalziumlieferanten.

Und daneben heißt es: greife viel zu anderen kalziumreichen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel:

  • Beeren
  • Kohl
  • Brokkoli
  • Petersilie
  • Kresse

Osteoporose Risiko: Vitamin D ist für starke Knochen wichtig

Auch Vitamin D wirkt sich auf den Kalzium-Stoffwechsel aus und stärkt damit die Knochen. Normalerweise wird Vitamin D über den Einfluss des Sonnenlichts von unserem Körper selbst produziert. Da wir uns aber kaum noch täglich in der Sonne aufhalten und in Deutschland der Sonneneintrittswinkel sehr flach ist – im Gegensatz zu südlichen Ländern – reicht das oft nicht mehr für eine gute Versorgung aus. Schützen wir unsere Haut noch zusätzlich mit Sonnencreme produzieren wir ebenfalls kein Vitamin D mehr. Das gilt schon ab einem Lichtschutzfaktor 8. Auch über die Nahrung können wir das Supervitamin nur in sehr kleinen Mengen aufnehmen. Gerade im Winter kann es daher durchaus sinnvoll sein ein Vitamin D-Präparat einzunehmen.

Wenn Du befürchtest ein erhöhtes Osteoporose-Risiko zu haben, solltest Du Deinen Vitamin D-Haushalt bestimmen lassen. Das geht ganz einfach bei Deinem Hausarzt oder mit einem der vielen Selbsttests aus dem Internet. Dabei sollten Deine Werte im oberen Grenzbereich bei 40-70 nmol/l liegen. Liegt Dein Wert jedoch unter 40 nmol/l sollte das in jedem Fall mit einem speziellen Vitamin D Präparat behandelt werden. Es kann allerdings im Anschluss Monate dauern, bis die Werte wieder ansteigen.