Ratgeber Erschöpfung: Was tun gegen Energielosigkeit in den Wechseljahren?

Du fühlst dich oft schlapp, antriebslos, müde und ohne Energie? Viele Frauen in den Wechseljahren kennen das. Doch woher kommt das Phänomen? Dafür gibt es nicht eine gültige Antwort. Der Grund: Das Gefühl der Energielosigkeit kann ganz verschiedene körperliche oder seelische Ursachen haben.

Gründe für Energielosigkeit in den Wechseljahren: Die Hormone

Hormonschwankungen sowie der Rückgang der Hormonproduktion können ein Grund für Energielosigkeit sein. Bereits in der Prämenopause produziert der Körper weniger Progesteron. Das hat konkrete Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, denn nicht zu Unrecht wird das Progesteron auch gerne als das Wohlfühlhormon bezeichnet. Es fördert unseren Schlaf und verleiht eben auch Energie! Wenn die Wechseljahre voranschreiten geht auch das Östrogen mehr und mehr zurück. Auch das kann in unserem Körper einiges durcheinanderbringen und zu kraftlosen Tagen beitragen.

Energieräuber Menstruation: Starke Blutungen können zu Eisenmangel und Energielosigkeit führen

Als Erklärung für das Phänomen Energielosigkeit greift jedoch der alleinige Blick auf den Hormonspiegel zu kurz. Frauen in der Prä- und Perimenopause haben oft sehr starke monatliche Blutungen. Auf Dauer kann das zu einem Eisenmangel führen und der äußert sich gern in Kraftlosigkeit. Während der durchschnittliche Eisenverbrauch pro Tag bei 1-2 Milligramm liegt, verlieren Frauen durch die Menstruation zusätzlich etwa 15 Milligramm Eisen pro Monat. Bei einer starken Blutung kann dieser Wert auch deutlich darüber liegen.

Schlechter Schlaf verstärkt das Gefühl der Energielosigkeit

Wenn Du schlecht schläfst, kann das im Alltag ein zusätzlicher Krafträuber sein. Dabei geht es nicht um eine Nacht unruhigen Schlaf, das kann unser Körper gut wegstecken. Aber viele Nächte mit Ein- oder Durchschlafproblemen führen dazu, am Morgen gerädert aufzuwachen und wir fallen in ein Energieloch.

Tipps: Was tun gegen Energielosigkeit

  1. Bewegung und Yoga bringen Körper und Seele in Einklang
    Mal wieder sporteln! Welches Fitnessprogramm Du wählst, ist dabei egal. Mache einfach, was Dir Spaß macht. Wie wäre es mit Walking, Joggen oder ins Fitness- Studio? Oder schwimmst Du gern? Sport macht gute Laune, bringt Deinen Stoffwechsel in Schwung und fördert Deinen Schlaf. Auch Yoga tut gut. Es balanciert Körper und Geist auf sanfte Art aus und Du konzentrierst Dich ein paar Minuten nur auf Dich.
  2. Meditation hilft Dir zur Ruhe zu kommen
    Eine Kraftquelle für einen ruhigen Geist ist die Meditation. Wenn Du es noch nie gemacht hast, taste Dich langsam ran. Setze Dich in einen ruhigen Raum, in dem Du Dich wohlfühlst. Du musst auch nicht im Schneidersitz auf dem Boden sitzen. Ein aufrechter Sitz auf einem Stuhl mit Lehne ist wunderbar. Stelle Dir den Wecker auf 10 Minuten, schließe die Augen und konzentriere Dich auf Deine Atmung. Wenn Deine Gedanken abschweifen, ist das kein Problem, hole sie einfach auf liebevolle Art zu Deiner Atmung zurück. Unterschiedliche Meditationsprogramme zum Mitmachen findest Du in unserer mimeno App.
  3. Eine gesunde Ernährung führt zu mehr Energie
    Falls Du etwas für Deinen Eisenhaushalt tun willst: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Brokkoli, getrocknete Aprikosen, Tomaten, grünes Blattgemüse und ab und zu ein Stück Rindfleisch (falls Du das magst), sind super Eisenlieferanten. Außerdem interessant: Dein Körper nimmt das Eisen viel besser auf, wenn Du gleichzeitig gut mit Vitamin C versorgt bist. Eisentabletten solltest Du aber nicht ohne Rückfrage mit Deinem Arzt einnehmen.